Im Lernmodus ist nach einer kostenlosen Lernsession Schluss, beim Testen nach einem Übungstest, und die Prüfung ist noch nicht geschrieben. Sieben Apps stehen hier nebeneinander: woraus sie Karten bauen, was im kostenlosen Plan steckt und was sie kosten. Wer eine kostenlose Quizlet-Alternative sucht, findet hier gleich mehrere.

Die kurze Antwort: Lernst du mit Stapeln, die andere gebaut haben, bleibst du bei Quizlet, denn an Quizlets Bibliothek mit über 700 Millionen Sets kommt hier keine App heran. Lernst du mit deinen eigenen Folien, Skripten und Mitschriften, nimm ein Werkzeug, das die Karten daraus baut, und genau dafür ist Studyflash gebaut. Ein ganzes Semester kostenlos schaffst du mit Anki, Mochi und Knowt, und auch mit Studyflash, solange das monatliche Kontingent an KI-Generierungen für dein Material reicht. Quizlet Plus im Jahresplan kostet weniger als die meisten Abos hier.

Die sieben Apps im Vergleich mit Quizlet

Grundlage und FormateWiederholungsplanungKostenloser PlanPreis
Quizlet, zum VergleichÜber 700 Millionen fertige Sets, Quizlets eigene Zahl; Study Guides in drei Sprachen; Ask Quizlet nur in den USASpaced Repetition, nur auf der WebsiteKarteikarten und Zuordnen mit Werbung, dazu eine Kostprobe von Lernen und Testen44,99 Euro im Jahr für Plus im deutschen App Store
StudyflashDeine PDFs, Folien, Fotos von Notizen, eingefügter Text oder eine aufgenommene Vorlesung; sechs Kartentypen mit abgedeckten Bildstellen, Quizze, Zusammenfassungen, Probeklausuren, Podcasts, MindmapsSpaced Repetition und PaukmodusKarteikarten, Quizze, Spaced Repetition, ein monatliches Kontingent an KI-Generierungen; Chat mit Max, dem KI-TutorWas jeder Plan enthält; den Preis für dein Land siehst du in der App
KnowtKarten aus Notizen, PDFs und Videos; eigene BibliothekJaJeder Lernmodus, mit Werbung; 1 KI-Zusammenfassung im Monat149,99 Dollar im Jahr (rund 12,50 Dollar im Monat) oder 24,99 Dollar monatlich
AnkiKarten, die du selbst schreibst; KI nur über Add-ons; geteilte StapelFSRS, der Free Spaced Repetition Scheduler, eingebaut, ab Werk ausgeschaltetAlles außer der iPhone-AppKostenlos; iPhone-App einmalig 29,99 Euro
BrainscapeEingefügter Text, Fotos von Notizen, Word- oder PowerPoint-Dateien, kein PDF; 2.500 vorgefertigte KartenNach Selbsteinschätzung von 1 bis 5Eigene Karten, Spaced Repetition, 2.500 vorgefertigte Karten7,99 Dollar im Monat, jährlich abgerechnet
RemNoteKarten mitten in deinen Notizen, gegen KI-CreditsSuperMemo 2 (SM-2) als Standard; FSRS als Beta zum EinschaltenUnbegrenzt Notizen und Karten; 3 PDFs, 5 Bilder zum Abdecken, 250 KI-Credits im Monat8 Dollar im Monat, jährlich abgerechnet
MochiKarten, die du selbst schreibst; die KI macht aus Text in einer Karte eine Frage oder einen BeispielsatzEigener Algorithmus, FSRS optionalUnbegrenzt Karten auf einem Gerät; keine Synchronisierung zwischen Geräten5 Dollar im Monat, jährlich abgerechnet
Gemini NotebookKarteikarten und Quizze aus deinen Uploads; keine BibliothekDu wiederholst Karten, wann du willst; keine Wiederholungstermine100 Notizbücher, je 50 Quellen; Nutzung begrenzt je 5 Stunden und pro WocheKostenloser Plan; Google AI Pro 21,99 Euro im Monat

Preise und Funktionen geprüft am 25. September 2026. Die Preise hängen von Land und Store ab, und wo ein Anbieter keinen Europreis nennt, steht hier der US-Preis.

Was bei Quizlet nur mit Plus geht

Karteikarten und Zuordnen kosten weiterhin nichts, dafür läuft Werbung mit. Im Lernmodus bekommst du eine kostenlose Lernsession pro Set, danach ist Schluss. Vom Testmodus bekommst du einen Übungstest pro Set geschenkt.

Plus hebt diese Grenzen an, statt sie zu streichen: das normale Plus hat monatliche Nutzungsgrenzen, die Quizlet nicht mehr beziffert, erst Plus Unlimited nimmt die Deckel weg. Im deutschen App Store liegt der Jahresplan bei 44,99 Euro.

Ask Quizlet liest zwar deine hochgeladenen Dateien, läuft aber nur in den USA. Study Guides baut Lernsets aus deinen Notizen, auf Englisch, Französisch und Deutsch. Coconote steht auf vielen Ausstiegslisten, gehört seit Februar 2026 aber selbst zu Quizlet. Q-Chat, den alten KI-Tutor, gibt es nicht mehr.

Studyflash

Studyflash fängt bei deinem Material an statt bei der leeren Karte. Du lädst Folien, das Vorlesungs-PDF oder ein Foto deiner Mitschrift hoch, oder nimmst die Vorlesung gleich auf, und daraus entstehen Karteikarten, eine Zusammenfassung und ein Quiz. Sechs Kartentypen gibt es, darunter Bildkarten mit abgedeckten Stellen; Quizfragen bewerten deine getippte Antwort danach, was sie bedeutet. Auch Knowt, RemNote und Gemini Notebook machen Karten aus deinen Uploads. Studyflash baut dir außerdem eine Probeklausur nach dem Muster deiner alten Klausur und plant, anders als Gemini Notebook, deine Wiederholungen. Kostenlos lernst du mit Karteikarten, Quizzen und Spaced Repetition, und was Premium dazu bringt, steht auf der Preisseite.

Eine öffentliche Bibliothek gibt es nicht: geteilt wird per Link, und den fertigen Stapel für dein Modul findest du hier nicht. Probeklausuren und Podcasts gehören zu Premium, deine Quizlet-Sets kommen nur als eingefügter Text herein. Der direkte Vergleich mit Quizlet geht das Zeile für Zeile durch.

Knowt

Knowt ist der Umzug ohne Umgewöhnung: Lernen, Übungstests, Zuordnen und Spaced Repetition findest du alle wieder, und für Studierende ist jeder Lernmodus kostenlos. Karten baut Knowt aus Notizen, PDFs und Videos, dazu kommt eine eigene Bibliothek. Dafür läuft im kostenlosen Plan Werbung, und die KI macht dir nur eine Zusammenfassung im Monat.

Die Website läuft nur auf Englisch, umstellen lässt sich die Sprache erst in der App. Das Monatsabo gehört zu den teuersten in diesem Vergleich. Für deine alten Sets brauchst du Knowts Chrome-Erweiterung und dann einen Klick pro Set.

Anki

Anki gibt dir volle Kontrolle, ohne dass du etwas zahlst: auf Windows, macOS, Linux und Android kostet es nichts, nur die iPhone-App kostet einmalig. Bildkarten mit abgedeckten Stellen heißen bei Anki Image Occlusion und sind seit Version 23.10 eingebaut, also ignorier jede Anleitung, die dir dafür ein Add-on empfiehlt. FSRS liegt bei, ist ab Werk aber ausgeschaltet.

Deine Karten schreibt Anki dir nicht. KI-Generierung läuft nur über Add-ons von Dritten, und Anki warnt selbst, dass Updates sie kaputt machen können. Das Handbuch hat 26 Kapitel und rät dir, erst ein paar Wochen bei den Standardeinstellungen zu bleiben. Der Artikel zu Anki-Alternativen geht diese Abwägung durch.

Brainscape

Brainscape setzt auf Selbsteinschätzung: jede Karte bewertest du von 1 bis 5, und die App entscheidet daraufhin, ob sie in Minuten oder erst in Monaten wiederkommt. Kostenlos bekommst du deine eigenen Karten plus 2.500 vorgefertigte, alles Weitere steckt im Bezahlplan, den du monatlich, halbjährlich, jährlich oder einmalig auf Lebenszeit zahlst.

Bildkarten mit abgedeckten Stellen fehlen, laut Brainscape sind sie in Arbeit. PDFs kannst du nicht hochladen, dafür eingefügten Text, Fotos deiner Notizen und Word- oder PowerPoint-Dateien. Bilder, Audio und Export kosten extra, aus einem kostenlosen Konto bekommst du deine Karten also nicht wieder heraus.

RemNote

Bei RemNote stehen die Karten mitten in deinen Notizen und behalten dadurch ihren Zusammenhang. Die Wiederholung plant standardmäßig SM-2, FSRS kannst du als Beta einschalten. Abgedeckte Bildkarten sind ebenfalls dabei, und Anki-Dateien im .apkg-Format importierst du samt Lernverlauf. Pro wird jährlich abgerechnet und enthält schon 1.000 KI-Credits im Monat, die teurere Stufe Pro with AI 20.000.

Kostenlos bekommst du 3 annotierte PDFs, abgedeckte Stellen auf 5 Bildern und 250 KI-Credits im Monat. Im Anatomiekurs ist das an einem Nachmittag aufgebraucht. Einen Quizlet-Import gibt es nicht.

Mochi

Mochi ist günstig und läuft offline: ohne Anmeldung kannst du es kostenlos nutzen, abgedeckte Bildkarten heißen hier Diagram-Karten, und beim .apkg-Import bleibt dein Lernverlauf erhalten. Das Pro-Abo ist das günstigste unter den Alternativen und synchronisiert über mehrere Geräte.

Die KI macht aus dem Text in einer Karte eine Frage oder einen Beispielsatz, aus deinem Vorlesungs-PDF baut sie aber keinen Stapel. Kostenlos lernst du außerdem nur auf einem Gerät.

Gemini Notebook, früher NotebookLM

NotebookLM heißt bei Google jetzt Gemini Notebook, gleiches Produkt, neuer Name. Es bringt Ordnung in einen Haufen Quellen: aus deinen Uploads entstehen Karteikarten und Quizze, deren Schwierigkeitsgrad du einstellst, mit einem Erklären-Knopf auf jeder Karte. Der kostenlose Plan ist großzügig, mit 100 Notizbüchern zu je 50 Quellen.

Es merkt sich, wo du warst, und legt dir auf Wunsch alle Karten oder nur die falschen noch einmal vor. Feste Wiederholungstermine setzt es nicht, das Verteilen über das Semester bleibt deine Aufgabe. Der Vergleich mit NotebookLM rechnet durch, was das für ein Modul bedeutet, das erst Wochen später geprüft wird.

Welche Lernapp ist die beste? Kommt auf dein Material an

  • Stapel, die andere gebaut haben: bleib bei Quizlet. Bremst dich der Deckel im Lernmodus, rechne erst Unlimited durch und dann den Umzug.
  • Volle Kontrolle, ohne zu zahlen: Anki. Du schreibst die Karten selbst und liest das Handbuch.
  • Fast dasselbe wie Quizlet, nur kostenlos: Knowt, wenn dir Englisch im Browser reicht.
  • Deine eigenen Vorlesungen, Folien und Mitschriften: Studyflash. Die Folien aus deiner Vorlesung findest du in keiner Bibliothek, aber Studyflash macht daraus Karteikarten und Quizze. Abbildungen werden zu Bildkarten, die alte Klausur zur Vorlage für die Probeklausur.
  • Notizen und Karten in einem Dokument: RemNote, solange du die KI-Credits im Blick behältst.
  • Quellen verstehen statt sie abzufragen: Gemini Notebook, mit dir als Planer der Wiederholungen.

Fragen und Antworten

Ja, zum Teil: Bei Quizlet kosten Karteikarten und Zuordnen nichts, dafür mit Werbung. Lernen und Testen enden nach einer Kostprobe pro Set, und Monatsdeckel hat sogar das normale Plus. Im kostenlosen Plan von Studyflash lernst du mit Karteikarten, Quizzen und Spaced Repetition, so oft du willst.

Ja, aber Quizlet exportiert deine Sets nur als Text und nur über die Website, und Sets, die du von jemand anderem kopiert hast, gar nicht. Bilder bleiben zurück. Am bequemsten läuft der Umzug über Knowts Chrome-Erweiterung, Brainscape nimmt eine Tabellendatei. Bei Studyflash fügst du den exportierten Text ein und lädst deine eigenen Unterlagen gleich dazu.

Nicht mehr, Quizlet hat Coconote im Februar 2026 gekauft. Die App läuft weiter, ein Wechsel dorthin ist aber ein Wechsel zu Quizlet.

Study Guides von Quizlet laufen nur auf Englisch, Französisch und Deutsch, Ask Quizlet gibt es nur in den USA, und Knowts Website ist rein englisch. Die Audio-Übersichten von Gemini Notebook decken dagegen über 80 Sprachen ab. Studyflash arbeitet mit deinem Material in deiner Sprache und bietet Oberfläche und Generierung in 27 Sprachen.

Anki, auf jeder Plattform außer dem iPhone kostenlos. Das günstigste Abo unter den Alternativen ist Mochi mit 5 Dollar im Monat bei jährlicher Abrechnung. Gemini Notebook bleibt kostenlos, solange du in seinen Nutzungsgrenzen bleibst. Die füllen sich alle fünf Stunden wieder auf, bis zu einer Grenze pro Woche. Willst du dein eigenes Material ausprobieren, ohne etwas zu zahlen, nimm den kostenlosen Plan von Studyflash.